Jahrhunderte stand das Gutshaus Geisendorf im Zentrum des gleichnamigen Ortes. Eine erste urkundliche Erwähnung von Geyselßdorf findet sich im Jahr 1455. Im Jahr 1652 leben 15 Familien im Dorf, 200 Jahre später zählt der Ort 158 Einwohner. Das Gutshaus selbst wird um das Jahr 1600 errichtet und später mehrfach umgebaut und erweitert. Die Eigentümer des Gutes wechseln. Es sind Adelsfamilien, deren Namen sich auch an anderen Orten der Lausitz finden. Letzter Eigentümer vor der Bodenreform ist Hansen Burscher von Saher.

Mit der Genehmigung der Abbaupläne des Tagebaues Welzow-Süd nach 1990 ist die Umsiedlung des Ortes Geisendorf verbunden. Im November des Jahres 2001 ist die Umsiedlung in das nah gelegene Neupetershain abgeschlossen. Nur das Gutshaus bleibt an seinem Platz und wird seither als Kulturforum der Lausitzer Braunkohle genutzt.